Wenn der Hund krank ist: Das kannst du tun

Ähnlich wie beim Menschen begünstigen viele Faktoren die Gesundheit des Hundes. Viel Bewegung, wenig Stress und eine ausgewogene Ernährung tragen maßgeblich zum Wohlbefinden des Vierbeiners bei. Ist der Hund krank, wird er das durch seine Körpersprache signalisieren. Mögliche Indikatoren sind verändertes Verhalten, Appetitlosigkeit, unsicherer Gang, Atembeschwerden, Fieber, Durchfall oder veränderte Augen. In diesen Fällen sollte unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden. Der nachfolgende Text befasst sich mit der Infektionskrankheit Leishmaniose und erläutert, inwiefern eine purinarme Kost Abhilfe schaffen kann.

Eine Infektion durch Leishmanien kann zum Nierenversagen führen

Die Infektionskrankheit wird durch die Sandmücke übertragen und betrifft meistens Hunde im Mittelmeerraum. Durch den Klimawandel ist die Sandmücke inzwischen auch in Deutschland angekommen. Beim Saugvorgang überträgt sie die gefährlichen Leishmanien-Erreger. Ist der Hund einmal infiziert, wird ihn die Erkrankung bis zu seinem Lebensende begleiten. Bemerkbar macht sich die Infektion unter anderen durch Abgeschlagenheit, Haarausfall, Fieber, Blut im Kot, Schwellungen der Lymphknoten, extremes Krallenwachstum und Durchfällen. Bleibt die Infektion unbehandelt, führt das langfristig zum Nierenversagen beim Hund. Bedauerlicherweise ist die Erkrankung nicht heilbar. Allerdings kann dem Hund mit der richtigen Behandlung und Ernährung ein langes, beschwerdefreies Leben ermöglicht werden.

Spielender Hund

Purinarme Kost ist lebenswichtig für infizierte Hunde

Purine sind an essenziellen Prozessen im Körper von Menschen und Tieren zuständig. Sie sind in fast allen Lebensmitteln erhalten und stellen für einen gesunden Organismus keine Herausforderung dar. Das überschüssige Produkt wird in Harnsäure umgewandelt und mit dem Urin ausgeschieden. Befinden sich Leishmanien-Erreger im Körper des Hundes, ist dieser Ablauf gestört. Der Harnspiegel erhöht sich und belastet die Nieren. Leishmanien können kein eigenes Purin herstellen und benötigen Hypoxanthin, um sich fortpflanzen zu können. Dieses Stoffwechselprodukt entsteht, sobald der Körper durch die Nahrung aufgenommene Purine abbaut. Um den Leishmanien die Möglichkeit zur Reproduktion zu nehmen, ist eine purinarme Kost unerlässlich. Das spezielle Futter ist mit Insektenproteinen angereichert und besonders purinarm. Ob als Nass- oder Trockenfutter, purinarmes Hundefutter garantiert dem Vierbeiner trotz Leishmaniose ein langes und gesundes Leben.

Ein Hund, der gestreichelt wird

Zeigen sich beim Hund Krankheitssymptome, muss sofort gehandelt werden

Ob ein Hund sich mit Leishmanien infiziert hat, kann nur durch einen Tierarzt festgestellt werden. Sollte der Hund plötzlich Krankheitssymptome entwickeln, nicht mehr fressen und ein aggressives oder apathisches Verhalten an den Tag legen, muss sofort gehandelt werden. Je schneller eine Erkrankung oder Infektion festgestellt wird, desto günstiger der weitere Verlauf. Mit einer entsprechenden Behandlung können langfristige Schäden im Körper des Tieres verhindert werden. Ansonsten gilt sowohl für Hunde als auch Menschen dasselbe. Ein aktiver und gesunder Lebensstil ist die beste Prophylaxe, um Krankheiten vorzubeugen. Regelmäßige Spaziergänge mit dem Hund fördern nicht nur bei dem Tier Gewichtsreduktion und ein gesundes Herzkreislaufsystem.

Bildnachweis:

Kanstantsinzzz – stock.adobe.com